Versorgungsforschungsrelevante Projekte

Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin

Einfluss von präoperativem Training auf die Inzidenz postoperativer Komplikationen bei Patientinnen und Patienten mit metabolischem Syndrom

Projektleitung: Priv.-Doz. Dr. med. Robert Schier

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. med. Robert Schier

Laufzeit: 01/2019 - 01/2022

Fördernde Institution: Innovationsfonds (beantragt)

Projektbeschreibung:

Ziel der geplanten multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Studie ist eine Verbesserung der Regelversorgung von Patientinnen und Patienten mit metabolischem Syndrom durch ein körperliches Training vor Operation.

Wir testen die Hypothese, dass ein körperliches aerobes Intervalltraining 2-3 x pro Woche über einen Monat vor Operation einen positiven Einfluss auf folgende für die Menschen wichtige Endpunkte nimmt:

  • Reduktion postoperativer Komplikationen
  • Verkürzung der Verweildauer auf der Intensivstation (LOICUS) sowie im Krankenhaus (LOS)
  • Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Verbesserung von Wundheilung und Entzündungshemmung
  • Verbesserung der Lebensqualität und der Gesundheitskompetenz („Health Literacy“)

Sollten sich unsere Hypothesen bestätigen, wird eine Verbesserung der Versorgung durch Etablierung eines präoperativen Trainings mit Übernahme in die Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenversicherung angestrebt.


Video-assistierte telefonische Reanimation

Projektleitung: Prof. Dr. med. Bernd W. Böttiger

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang A. Wetsch

Laufzeit: 01/2018 - 12/2018

Fördernde Institution: EIT Health

Projektbeschreibung:

Testung einer neu entwickelten Technologie für Smartphones, die eine Videotelefonie mit der Rettungsleitstelle ermöglicht. Evaluation anhand des Krankheitsbildes des plötzlichen Kreislaufstillstandes, da hier die ohne Verzögerung sofort eingeleiteten Ersthelfermaßnahmen besonders entscheidend dafür sind, ob und wie das Ereignis überlebt werden kann.

  • Hypothese: Video-assistierte Reanimation verbessert die Reanimationsqualität im Vergleich zur telefonischen und zur nicht-angeleiteten Reanimation
  • Durchführung: Experimentelle Pilotstudie am Modell an der Uniklinik Köln (Phase I) sowie im Stadtgebiet von Köln (Phase II)
  • Vergleich der Reanimationsqualität mit Videofeedback über eine neue Smartphone-Software gegen konventionelle telefonisch angeleitete Reanimation und Standardreanimation
  • Die Ersthelfer-Reanimation entscheidet wesentlich über das weitere Behandlungsergebnis und die Überlebenschancen von Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand
  • Sofern sich hier positive Ergebnisse zeigen, ist als Folgestudie ein Pilotprojekt im Realbetrieb geplant